Dienstag, 23. Februar 2016

Trauminseln Fidschi!!!


Kaum zu glauben aber wahr- ich war tatsächlich für 10 Tage in Fidschi!!!!!
Am 04.02 flogen meine beste Aupair Freundin Mirja und Ich zusammen von Brisbane nach Nadi.
Und ich kann euch sagen, es hat sich gelohnt!



Fidschi ist sooooooooo unbeschreiblich schön und ich kann sogar sagen, der schönste Ort, den ich bisher in meinem Leben gesehen habe.
Der Strand ist einfach richtig fein und strahlend weiß, das Meer total klar und schimmert in so vielen verschiedenen blau und türkis Tönen; das kann nicht mal ein Foto richtig widerspiegeln. Man kann es sich wirklich so vorstellen, wie in den Reisekatalogen abgedruckt.



Die erste Nacht sind wir in Nadi auf der Hauptinsel geblieben und am nächsten Morgen ging es dann auch früh schon los Richtung Hafen. Nach dem Check-In sind wir dann mit der Fähre "Yasawa Flyer" zu der Inselgruppe "Yasawa" gefahren. Diese Fähre hält dann in der Nähe von den Inseln mit den Resorts drauf und man wird mit einem Resort eigenen kleinen Boot abgeholt. Koffer werden drauf geschmissen, alle Passagiere rein und auf gehts.
 Unser erstes Resort hieß Mantaray und die Fijians haben uns bei der Ankunft mit Gitarre einen Willkommens-Song gesungen und sofort hat man sich richtig wohl gefühlt und war einfach nur in super Urlaubsstimmung. 
Nach unserem Willkommensgetränk wurden wir auch schon in unseren Schlafsaal mit 32 weiteren Gästen gesteckt. Hier hatte man dann keine Zimmernummer, sondern Bettnummer zugeteilt bekommen :D 
das sah aufjedenfall nach Spaß aus, mit so vielen anderen in einem riesigen Raum bei 37 Grad zu schlafen...
Tagsüber waren wir dann schnorcheln am wunderschönen Reef und haben dabei Nemo und sogar Schildkröten und einen blauen Seestern gesehen!


Wir haben Fische gefüttert, eine Kokosnuss gegessen und aus ihr getrunken und abends wurde der traditionelle "Meke" Tanz aufgeführt, bei welchem wir auch noch als Auserwählte mittanzen mussten :D

Ebenso haben wir am nächsten Morgen nach einem leckeren tropischen Frühstück am Strand einen Ausflug in ein fijianisches Dorf gemacht, mit welchem wir ebenfalls mit dem Boot hinfahren mussten (ja, das Boot, ist hier das Haupttransportmittel). Es war suuuper interessant zu sehen, wie die Leute hier wohnen und wie hinterher sie leider auch sind. Wie die ganze Familie mit Eimern zum Brunnen lauft um Wasser zu holen, sodass die Mütter über dem Feuer kochen können, die Väter Jagen gehen, die Kinder Stöcke sammeln gehen, in was für Bruchbuden sie wohnen, in welchen sie auf engstem Raum auf dem Boden alle zusammen schlafen,...
Doch die kennen das ja gar nicht anders und waren dann sehr geschockt, als wir unser Handy rausholten, um das alles zu fotografieren...
Begeistert hat mich aber total, dass die Fijians auch wenn sie so wenig haben, umso glücklicher sind und sie sich auch mit jeder Kleinigkeit zufrieden geben. Es reicht ihnen zum Beispiel auch total aus, wenn man ihnen ein ehrliches Lächeln schenkt und sich mit ihnen unterhält. Sie waren alle so abnormal gechillt und offen und hatten wie gesagt einfach immer gute Laune, sich durch nichts stressen lassen und haben sich erst recht um überhaupt gar nichts gesorgt und Gedanken gemacht. Das ganze Dorf war einfach am Strahlen und am in der Gegenwart leben ohne sich über alles zu beschweren. Sie leben nach dem Motto "Senga nalenga" was auf fidschianisch "Keine Sorgen" bedeutet. 
 Das sind die Schulregeln





Am Abend haben wir dann zurück in unserem Resort einen Korb aus Palmenblätter gebastelt genauso wie ein Armband aus einer Kokosnussschale. 

Am nächsten Tag ging unsere Reise auch schon weiter, nämlich ins Korovou-Eco Tour Resort. Und ich kann nur sagen, dass ist das schlimmste Resort, was man nur hätte wählen können. Das Einzige gute war, die Massage die wir bekamen und das wir kostenlos in ein Bungalow geupgradet wurden, welche wirklich schön waren.
Auf dieser Insel waren kaum Gäste, weshalb dann auch keine Aktivitäten angeboten wurden was wiederum bedeutet, dass es saumäßig langweilig war. Wir haben dann also wirklich nur am Strand rumgechillt und einfach NICHTS gemacht. (Luxusprobleme eben...)
Ah ne stop, was wir hatten, war eine "Fijian Cooking Lesson" bei welcher uns gezeigt wird, wie man ein Fidschianisches Gericht nämlich "Kokoda"kocht.
Also tagsüber nur am Strand gegammelt und gelesen und gelangweilt und von Fidschianischen Männern angemacht werden und nachts konnte man dann auch nicht schlafen, weil ab 1 Uhr nachts genauso wie mittags in einer bestimmten Zeit der Strom ausgeschaltet wurde...
Ach und Handyempfang gabs natürlich auch nirgendwo und warmes Wasser auch nur sehr begrenzt.
Zudem haben uns die Ameisen und Fliegen und Moskitos richtig krass genervt und ich konnte fast 30 Stiche nach der ersten Nacht trotz Anti Spray an meinen Beinen zählen. Und das Essen war in dem Resort auch nicht so geil... aber naja, wir waren auf Fidschi und das muss man genießen.
Wir haben es auch hier übrigens geschafft, innerhalb von drei Tagen uns zwei mal aus unserem Bungalow auszusperren.... am Ende musste man die Türe aufbrechen weil sie keinen Ersatzschlüssel haben- aber naja :D.
Abends haben wir ein Lagerfeuer gemacht und uns Geschichten erzählt und verschiedene Spiele gespielt, die ich alle gewonnen habe :D bin halt einfach mega abgegangen...
aber wir waren beide unendlich froh, als es am nächsten Tag dann auf die für uns letzte Insel ging, nämlich zum Resort Safe Landing.
Hier war es auch sehr ruhig, aber dennoch konnte man ein paar Sachen machen. Wir haben gelernt, auf fidschianisch bis 100 zu zählen, haben eine "Medicine lesson" bekommen mit Heilpflanzen (nur falls wir mal auf einer einsamen Insel in Fidschi stranden..), wir waren in einer Höhle schwimmen und tauchen und haben zum Abschluss nochmal einen Ausflug zu einem wunderschönen Strand gemacht, wo wir auch nochmal zum letzten Mal schnorcheln konnten und wir sind selber in ein Village gelaufen und haben am letzten Abend das landestypische Getränk "Cava" probiert. 











Also insgesamt bestand unser Fidschiurlaub hauptsächlich aus mit einer Blume im Haar und einem Cocktail in der Hand bei heißen 40 Grad in der Hängematte unter einer Palme zu liegen, aufs Meer zu schauen und im Hintergrund fidschianische Live-Musik zuhören. Was für ein Paradies!
Mirja und ich wollten gar nicht zurück nach Australien fliegen und haben beschlossen, in 10 Jahren gemeinsam ein Hotel in Fidschi zu eröffnen :)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Great Ocean Road



Sooooo,
an jenem Tag (ich weiß das Datum nicht mehr, aber iwann Ende Januar) bin ich über ein Wochenende erneut nach Melbourne geflogen um mit zwei anderen Deutschen die Great Ocean Road zu fahren.
In Melbourne gelandet, hat mich erst mal der Schlag getroffen, wie krass kalt es dort einfach ist. In Brisbane hatten wir morgens um 6 Uhr schon 30 Grad und in Melbourne war unsere Maximaltemperatur tagsüber 17 Grad...
 Gut, dass ich das nicht wusste und eine ultra dünne Weste und eine Jeans das wärmste war, was ich in meine Tasche gepackt hatte. Aber naja...
Mit dem Skybus und Zug fuhr ich zur Autovermittlung um unseren Campervan abzuholen. Nachdem wir ein paar Schwierigkeiten hatten weil das Auto nicht wie bestellt automatik war, ging es aber auch schon los. Wir haben zusammen eingekauft und schon ging der Spaß los.
Spaß war aber an diesem Wochenende leider sehr relativ...
Wir haben enorm viel gesehen und was wir sahen, war auch wirklich toll und beeindruckend aber noch schöner hätte ich es gefunden, das mit Leuten teilen zu können, die eine bessere Laune gehabt hätten.
Die Stimmung in unserer Gruppe war wieso auch immer schon fast von Anfang an so tief im Keller, dass ich eigentlich schon direkt am selbigen Tag wieder heimgeflogen wäre. 
Wir haben uns ohne Pause angezickt und angegiftet, ständig einander missverstanden und wegen jeder Kleinigkeit gestritten. Das ging mir irgendwann so derbe auf den Keks, dass ich einfach nichts mehr gesagt habe; was natürlich dann aber auch falsch war.
Ein "da vorne müssen wir rechts abbiegen" war schon zu viel und wurde mit "ich habe auch Augen" beantwortet, es wurde gezickt ob man die Matratzen jetzt waagerecht oder senkrecht in diesen krank kleinen Van legt und und und...
es ist wirklich zu viel um aufzuzählen, weil einfach im Durchschnitt jede 5 Minuten was war.
Zudem hatten wir eine mit im Auto, die nicht fahren konnte und dann aber immer meinte alles besser wissen zu müssen was das Autofahren,... betrifft. Besonders wenn ich gefahren bin hieß es: "fahr vorsichtig! Fahr langsamer! Du bist erst 18 und hast noch keine Erfahrung!" 
Mach du Mädel doch erstmal deinen Führerschein und dann reden wir weiter-.- (sorry, musste mich mal eben aufregen)
Sie war zudem auch schon ein paar viele Jahre älter und hat mich so als kleines, dummes Kind dargestellt und hat auch dementsprechend mit mir geredet.

Am ersten Abend, als wir am Straßenrand stehen geblieben sind um das Foto von oben von dem Great Ocean Road Schild zu machen, ging anschließend das Auto nicht mehr an...keine Ahnung was los war, aber es ließ sich einfach nicht starten und der Schlüssel aber auch nicht mehr rausnehmen.
Weil ich davor gefahren bin, war es laut dieser einen natürlich meine Schuld und mir wurden Sachen vorgewurfen wie "Ich wusste es doch, du darfst das alleine bezahlen".
Ein Auto hat aber ziemlich schnell angehalten und uns geholfen und nach paar mal rumprobieren haben die netten Australier es auch wieder zum Laufen gebracht... was auch immer der Fehler war.
Anschließend haben wir uns einen Campingplatz gesucht und wurden dann noch von 6 Australiern angesprochen ob wir mit ihnen was trinken gehen wollen. Also liefen wir los bis wir vor dem Eingang standen und bermerkten, dass wir drei deutsche Mädels unsere ID gar nicht mit haben...
Also haben wir bis mitten in die Nacht am Strand gechillt und uns nen Arsch abgefroren.

Am Tag darauf sind wir morgens wieder weiter und haben erstmal einen Strafzettel bekommen weil wir zwei Sekunden wo gehalten haben, wo man nicht stehen durfte...ich bin reingerannt um den Schlüssel vom Campingplatz reinzuwerfen und als ich zurück kam, stand schon die Polizei da...150$ läuft...
An dem Abend haben wir dann mega verzweifelt nach einer Unterkunft gesucht und sind einfach nicht fündig geworden und Tank hatten wir natürlich auch keinen mehr und wir haben die halbe Nacht gesucht bis wir kurz gesagt am Ende dann im Garten einer fremden Familie geschlafen haben weil man den Van nicht einfach zum Übernachten am Straßenrand oder auf Parkplätzen parken darf. Wir haben die Oma natürlich aber zuvor gefragt und wurden noch zu ihr eingeladen weil sie eh eben eine Party hatten und somit das Haus voller Gäste war. Was ein Glück, dass Australier so offen und gastfreundlich sind...wir haben sogar am nächsten Morgen Frühstück von ihr bekommen und ihr Sohn hat uns mit auf ihre Farm genommen und wir haben beim Kühle melken unso zugeschaut :D war...ganz interessant.
Zwischendurch sind wir natürlich immer weiter und weiter gefahren und saßen relativ lange im Auto und am Sonntag abend bzw nacht sind wir dann über die Autobahn zurück nach Melbourne gedüst weil ich am nächsten morgen (gott sei Dank) wieder heim nach Brisbane flog.

Also die Great Ocean Road selber war super schön und wir haben innerhalb der drei Tagen sooooo viel erlebt und gesehen. Leider hat aber diese Stimmung und Streiterei alles zerstört und somit keine wirklich tolle Erinnerung daran in mir hinterlassen, was ich wirklich schade finde, weil die Great Ocean Road ja sehr bekannt ist und ein Must-Do in Australien

 Das war unser Van...












 Die berühmten Zwölf Apostel